Samstag, 7. Dezember 2019

UNSERE ABGESAGTE WUNSCH - KREUZFAHRT
vom 14.04. bis 13.05.2020
mit der MSC ORCHESTRA von KAPSTADT nach VENEDIG

Vorprogramm
: ab Kapstadt und Somerset West vom 31.03. bis 03.04.2020
mit anschließender, 6 tägiger Tour-Guide-Fahrt, entlang der Garden Route
und einem weiteren Aufenthalt in Kapstadt, bis zur Einschiffung

Da die Einreise nach Südafrika wegen Einreiseverbotes - auf Grund der COVID-19 - Pandemie abgesagt werden musste, konnten wir diese umfangreiche TRAUMREISE leider nicht antreten

Die MSC  Orchestra gehört zur  MSC Musica Klasse mit nahezu 4 baugleichen Schiffen
MUSICA 2006    /    ORCHESTRA 2007    /    POESIA 2008    /    MAGNIFICA 2010
Sie  wurde  im  Mai  2007  in  Dienst  gestellt  und  hat  bei  einer  BRZ  von  92.409
eine  Länge  von  293,8 m, eine  Breite von  32,2 m und einen Tiefgang von 7,8 m
Sie hat 1.275 Kabinen auf  8 Decks für 2.550 Passagiere  bei zweier Belegung



UNSERE  ETWAS  CHAOTISCH  VERLAUFENDE  REISEPLANUNG  

1. Die Kreuzfahrt
Bei der Planung ging es zunächst um das Reiseziel: "Südafrika mit Kapstadt" in Verbindung mit einer Trans-Kreuzfahrt - entweder ab oder bis Europa, um zwei Langstreckenflüge zu vermeiden. Es sind Positionierungsfahrten, die nur zwei mal jährlich angeboten werden. Innerhalb dieser Angebote, von
 TUI (MS HERZ), AIDA (Mira) oder MSC (Orchestra) wollten wir unsere Wahl treffen. Später kam dann noch die Route der AZAMARA (Quest) in die Auswahl hinzu, die aber nicht nur Visas erforderlich machte, sondern uns bei den Ausflügen stark überteuert erschien.

Da die MS Herz als auch die AIDAmira im Bereich der Balkonkabinen schon ziemlich ausgebucht waren, rückte die
MSC Orchestra immer mehr in den Fokus, zumal uns ihre Route, mit ihren Destinationen im indischen Ocean,  recht interessant erschien.  Zunächst blieb es aber bei der Beobachtung der preislichen Entwicklung, während wir uns mit dem Gesamtaufwand, dieser ins Auge gefassten Reise beschäftigten. Als etwas störend empfanden wir, dass die 25 tägige Reise ab Durban - also ohne Kapstadt - von MSC in den Mittelpunkt gerückt wurde und für die 29 tägige Reise, zunächst nur Garantiekabinen, ohne Preisvorteil angeboten wurden. Da wir nicht erst ab Durban sondern von Kapstadt fahren wollten, boten sich neben der 29 tägigen Route ab Kapstadt, Kombinationen zu der 25 tägigen Route ab Durban an.

Hier die von MSC angebotenen Termine, mit ihren Überschneidungen:
A 10.04. - 14.04.20  (4 Tage) Ab und bis Kapstadt mit Walfischbay (Namibia)
B 14.04. - 18.04.20  (4 Tage) Ab Kapstadt mit Port Elizabeth bis Durban
C 10.04. - 18.04.20  (8 Tage) Route A + B
D 14.04. - 13.05.20  Ab Kapstadt bis Venedig in 29 Tagen
E 18.04. - 13.05.20  Ab Durban bis Venedig in 25 Tagen 


Aus diesen Angeboten wollten wir eine komplette Kreuzfahrt vom 10.04. bis zum 13.05.20 (zuzüglich eines Vorprogramms) buchen. Da aber inzwischen die Kabinen vom 10.04. und 18.04.20 knapp zu werden drohten, entschlossen wir uns im Dez., zunächst diese Tage, durch eine Buchung (Route C) zu sichern. Zu unserer Überraschung gab es später, plötzlich ein deutlich reduziertes Angebot für die 25 Tage (E), allerdings nur komplett mit Flug, der unverständlicher Weise, deutlich unterhalb des Angebotes - ohne Flug - lag. Wir hätten zwar dieses Angebot buchen können - ohne den inkludierten Flug anzutreten - was uns aber dann doch etwas absurd erschien.
Etwa gut 1 Woche später, kam erneut ein Angebot, nun aber zum ersten Mal, für die 29 tägige Kreuzfahrt (Route D), die sich allerdings um 4 Tage, mit unserer bereits durchgeführten Festbuchung überschnitt.
Ich bat darauf hin unser Online Reisebüro bei MSC anzufragen, ob unsere feste 8 tägige Buchung (C) auf die 4 tägige Reise (Route A) + die 29 tägige  Reise (Route D) umgebucht werden könne. MSC verwies hier auf ihre AGB's und stellte sich diesbezüglich quer. So entschlossen wir uns, nur die 29 tägige Cruise ab Kapstadt - ohne Namibia (Walfischbay) - zu buchen und die zuvor gebuchte 8 tägige Reise (Route C) zu stornieren. Die dafür aufgerufenen Stornierungskosten von zunächst 418,00 Euro,  wurden dann auf Kulanz, um 30%, auf 292,60 gekürzt.

Fazit: Eigentlich hätte ich mich auf meine Einschätzung, die MSC Preisgestaltung betreffend, verlassen und erst Anfang Februar buchen sollen. Die Preise hatten sich vom Buchungsstart bis 60 Tage vor Reisebeginn, mit Tagesraten von 125 Euro auf 62 Euro, bei gleicher Kabinen Kategorie (B1), nahezu halbiert. Wir hatten zwar erst im Dez. gebucht, daraus ergab sich für uns trotzdem noch eine Differenz von ca. 17 Euro / Tag / Pers.  Allerdings konnte ich die insgesamt verwirrende Form der Angebote, zu keiner Zeit überhaupt irgendwie nachvollziehen, zumal es anfangs nach großer Nachfrage (ähnlich wie bei AIDA und TUI) aussah.

2. Der Hinflug
Zunächst waren wir bei der Flugsuche vom 10.04.20 für den Beginn der Cruise ausgegangen und suchten deshalb Flüge, innerhalb der ersten Aprilwoche. Gute Verbindungen zu guten Preisen - am besten in der Biz-Class - waren kaum zu bekommen. Zudem erkannten wir, dass uns die Reise mit einem Business Flug, zu teuer kommen würde und suchten deshalb in der Prem-Eco und stießen dabei auf Condor am 30. oder 31.03.20. Ich richtete eine Chat Anfrage bzgl. der Durchführung der Flüge und bekam die für mich glaubwürdige Auskunft, dass durch die erhaltenen Kredite, zunächst alle Flüge, bis Ende März garantiert werden könnten.  So buchte ich den Flug in der PremEco - FRA-CPT, mit Zubringer HAM-FRA, für den 30.03.20. Mitte Febr. buchten wir dann doch noch in die Business-Class um. Die Buchung des Rückfluges mit EaysyJet  VCE-HAM erfolgte auch Mitte Febr. 

3. Unser Vorprogramm
Durch den Flugtermin am 30.03.20 haben wir genug Luft für ein Vorprogramm, dass über einen Kapstadt Aufenthalt hinaus gehen kann und soll. Über einen Facebook Kontakt - in Verbindung mit der privaten Reise Seite "Ingrid-on-Tour", stieß ich auf die 
Familie Wilfried Franke mit ihrem  Golden Hill - Guest House & Tours Konzept in Somerset West, das uns ansprach und ich dort insgesamt 8 Tage, einschließlich einer 6 tägigen Garden-Route-Tour bis zum 10.04.20 buchte (diese Tour ist noch für weitere 6 Pers, geöffnet, näheres dazu siehe Link Golden Hill - Guest House.
Durch die Stornierung und der Neu-Buchung auf den 14.04.20 (Termin D), haben wir nach dieser Tour, noch 4 Tage in und um Kapstadt zur freien Verfügung. 



Zum Vergrößern drauf klicken

Dieses tolle Routenbild wurde angefertigt und bereit gestellt von: https://www.kreuzfahrtinfos.at


Planungsänderungen (Stornierung) wegen Corona

Stand  Fr. 13.03.
Noch vor 14 Tagen waren wir recht zuversichtlich, dass wir die Reise - unserer Planung entsprechend - erleben würden. Angesichts der von den Reedereien täglich durchgegebenen Meldungen, ist das inzwischen eher unwahrscheinlich.
Der Hinflug mit Condor nach Kapstadt am 30.03. scheint ungefährdet zu sein.
Für den Rückflug nach Venedig am 13.05. hat EasyJet schon jetzt auf Eventualitäten mit Umbuchung oder Erstattungen hingewiesen.
Unser Vorprogramm bis zum 14.04. in / ab Kapstadt und Somerset West - entlang der Garden Route - hat bereits den Status hoher Stornierungsgebühren erreicht.
MSC hält bis heute, für die Cruise mit der MSC Orchestra vom 14.04. bis 13.05.  keine Updates bereit.

Stand  Mo. 18.03. bis 20.03.20
Die südafrikanische Regierung ein Einreiseverbot für in Deutschland lebende Bürger verhängt. Hinflug und Cruise wurden abgesagt. Nun ging es darum, statt Umbuchunge oder Gutscheine, die Zahlungen zurück erstattet zu bekommen.

Die Reisebausteine die abgesagt bzw. storniert wurden
1. Der Hinflug mit Condor /  Erstattung ist erfolgt
2. Lux. Aptm. Romney Park - GreenPoint / Erstattung ist erfolgt
3. Paket mit 8 Übern. und Guide geführten Routen /  Erstattung ist erfolgt
4. Lux. Aptm. Lawhill - V & A Waterfront /  Erstattung ist erfolgt
5. 29 tägige Transkreuzfahrt mit der MSC Orchestra  / abgesagt / Erstattung wird erwartet
6. Rückflug ab Venedig /  Erstattung ist erfolgt

Stand 26.05.2020:  von ca. 4.200 Euro stehen noch ca. 1.100 Euro an Erstattungen aus


Do. 02.04.  -  Gebuchte Tagestour: Kap Halbinsel ()






Fr. 03.04.  -  Tagestour:
Winelands mit Stellenbosch ab Somerset West (
storniert)


Sa. 04.04.  -  Start der Garden Route mit Tour Guide
ab Somerset West (
storniert)







Dieser Blogpost diente zunächst nur der Darstellung unserer Reise-Vorbereitungen und sollte mit Fotos und Reiseerlebnissen gefüllt werden. Da die Reise in dieser Konstellation nicht mehr stattfinden kann, bleibt nur die Planung erhalten. Sie kann vielleicht noch für eine ähnliche Reise zum Teil inhaltlich einbezogen werden. 

letzte Bearbeitung: 04.07.20
© Rainer Buch, Hamburg
rainbu@yahoo.de

Freitag, 9. August 2019

UNSERE 36. KREUZFAHRT 2019
Mit der VASCO DA GAMA (TransOcean) auf Schupperfahrt
ab und bis Kiel - vom 13.08: bis 17.08.2019

Kabine 4059 (Außen mit Bullaugen)

TransOcean Werbebild zu dieser Event Cruise
 
TransOcean ist eine Marke der South Quay Travel & Leisure Ltd. in GB
die unter anderem auch die Marke Cruise & Maritime Voyages (CMV) vertreibt.



Name:  VASCO DA GAMA      ex:  Statendam  (HAL)  /  Pacific Eden  (P & O Australia)         Baujahr: 1993    BRZ:  55.820              Länge:  219 m              Breite:  31 m              Tiefgang:  7,5 m              Pax:  1.150 m

Vorwort: Auch wenn bei uns stets die Routen unsere Entscheidungen maßgeblich beeinflussen, interessieren mich die Schiffe selbst, dabei natürlich auch. Inspiriert durch sehr schöne Bilder, hatte ich mir zunächst eine Schiffsbesichtigung gewünscht, um einen eigenen Eindruck von diesem Schiff zu bekommen. Den Termin am 19.07.2019, hatte ich aber leider verpasst und sprach deshalb mit Ingrid, über diese Event Cruise, die wir allerdings nur als Schnupperkreuzfahrt ansahen. Es waren also nicht die Auftritte von Stars at Sea  die uns interessierten, sondern das Schiff selbst. Zusammen mit der Leistung der Crew, sollte die VASCO da GAMA, für uns der Star auf See sein. Die kurz vor der Reise uns bekannt gewordenen, teilweise schlechten Bewertungen, sorgten dafür, dass wir unsere Erwartungen automatisch nach unten korrigierten. Wir nahmen uns natürlich vor, das Beste daraus zu machen.

Wer sich weniger auf den folgenden Bericht, als mehr für die Fotos interessiert, kann sich diese in höherer Auflösung anschauen. Ein Doppel-Klick auf das erste Bild, macht es möglich.     


Anreise nach Kiel - Einschiffung Terminal Ostseekai

Bezüglich unserer Anreise nach Kiel, hatten wir es vorgezogen, preiswert mit FlixBus nach Kiel anzureisen. Die Buchung dazu, lief bequem online. Für insgesamt 15 Euro inkl. Platzreservierung, mit Plätzen direkt hinter dem Fahrer, hatten wir auf diese Weise, Tickets für die Hin- und Rückfahrt erworben. Der Bus fuhr pünktlich von Hamburg-ZOB ab und brauchte planmäßig 2 Std nach Kiel, mit Zwischenstop am Airport Hamburg. Mit der Durchführung waren wir rundum zufrieden. Die Haltestelle lag an der Kaistraße, 400 m von Kiel-Hbf entfernt. Bis zum Ostseekai waren es gut  1,8 Km. Mit unseren Trolleys im Handgepäckformat, ließ sich die Strecke - wegen hoher Luftfeuchte und einigen Regenschauern - nur schwitzend bewältigen. 

Um etwa 13:10 h trafen wir am Terminal ein. Die Einschiffung sollte um 13:00 h beginnen, davon konnte zu diesem Zeitpunkt, allerdings nicht die Rede sein. Dann ging es aber doch - um 13:30 h, wenn auch zunächst nur langsam los, bis schließlich mehrere Schalter besetzt wurden und die lange Schlange endlich spürbar in Bewegung kam. Etwa 45 Min. später, hatten wir die Einschiffung hinter uns gebracht und konnten mit unseren Trolleys und weiteren kleineren Gepäckstücken direkt auf die Kabine gehen.

Unsere Kabine 4059 (als Glückskabine außen)
Eine große Überraschung konnte die Kabine bei uns eigentlich nicht auslösen. Schließlich wussten wir, was wir gebucht hatten. Aber immerhin, hatte die  Kabine wider Erwarten, keine - der von Ingrid so sehr gehassten Bullaugen, sondern ein Fenster - dem Baujahr entsprechend - mit Mittelsteg. Sie war als Dreibettkabine (Sofabett) ausgelegt (Oberbett befand sich im Schrank) und mit knapp 17 qm, relativ geräumig. Von irgendwelchen Renovierungsansätzen, war hier allerdings nichts zu spüren und konnte somit - natürlich auch angesichts abgenutzter Möbel und klemmender Schranktüren, bei denen Scharniere entweder fehlten oder in ihrer Funktion wegen Defekte nachgelassen hatten - bei uns trotzdem keine Begeisterung hervorrufen. 

Teilansicht unserer "zweckmäßig" eingerichtete Kabine 4059, die zwar sehr geräumig war, aber sich insgesamt, recht altbacken, lieblos und abgenutzt präsentierte. Dass die Abdichtungen zu den Fensterrahmen  recht unsauber aussahen, will ich noch nicht einmal kritisieren, da wir das bei älteren Schiffen, schon häufiger gesehen haben. Wir waren schon froh, dass uns keine Kabine mit Bullaugen zugeteilt wurde. Aber klemmende Schranktüren, bei denen Scharniere fehlten oder defekt waren, gaben kein gutes Bild ab. Da wirkte der im unteren Bereich stellenweise etwas "erblindete" Badspiegel noch vertretbar, weil dessen Funktion nicht beeinträchtigt war. 



Die Kabinen haben bei uns stets einen hohen Stellenwert. Mit der Länge der Reise, wachsen auch unsere Ansprüche hinsichtlich der Größe und Kabinenausstattung. Für kurze Reisen würden wir auch Außenkabinen buchen. Da wir (bezahlbare) Balkon-Kabinen favorusieren, hatten wir angefragt, ob wir eine solche besichtigen könnten. Wir freuten uns über die Bereitschaft und besichtigten eine Balkonkabine auf Deck 9. Die Kabine konnte sich auf jeden Fall sehen lassen. Sie hatte einen guten Grundriss und war zumindest auf den ersten Blick, recht ansprechend. Ich wollte nicht Details durchgehen, aber öffnete kurz die Schranktüren und erkannte allerdings auch dort Handlungsbedarf.

Mein Eindruck vom Schiff überhaupt
Vom Zustand der Kabine, auf das ganze Schiff zu schließen, würde ein völlig falsches Bild ergeben, denn hier wurden wir angenehm überrascht. Fast alle Innen- und Außenbereiche wirkten auf uns gut gepflegt und wiesen keineswegs deutlich störende Abnutzungserscheinungen auf. Die Bereiche wirkten, trotz offensichtlich durchgeführter Renovierungsarbeiten, wie aus einem Guss. Uns gefiel, das nicht unbedingt dem Zeitgeschmack entsprechende, von uns aber als gemütlich empfundene Ambiente.  Lediglich das Restaurant Bistro Club, wirkte weniger klassisch, sondern präsentierte sich hell, modern und frisch, was auch bei uns gut ankam. 




Interessant und sehr angenehm, empfanden wir dazu auch, die drei (Themen) Hauptrestaurants, von denen wir allerdings nur das Waterfront Classic genutzt hatten. Hier störte uns nur, dass hier ohne Tischdecken oder Sets eingedeckt wurde und somit Teller und Bestecke, direkt auf die blanke Tischplatte gestellt wurden.



Alles in allem, gefiel uns das Schiff, mit seinen vielen, dadurch nicht groß wirkenden, dafür aber umso gemütlicheren Bereichen. Nie kam bei uns irgendwie das Gefühl der Enge oder Überfüllung auf. Das wirkte sich auch auf die Geräuschkulisse aus, die wir bislang, noch nie so niedrig empfunden hatten. Einen kleinen Minuspunkt würde ich der Casino Bar geben, die irgendwie unfertig wirkte und somit keine der von mir gelobten Gemütlichkeit ausstrahlte.
Es wurden von den Passagieren die unsauber wirkenden Glasfronten angesprochen. Da es aber immer wieder geregnet hatte, könnte das aus meiner Sicht auch unerwähnt bleiben. Auf evtl. blind gewordene Fenster habe ich auch nicht geachtet, weil wir tagsüber uns kaum in den öffentlichen Bereichen aufgehalten hatten.

Für die Treppenhäuser hätte ich mir persönlich, mit Hilfe von farbenfrohen Bildern, etwas mehr Frische gewünscht. Aber das ist natürlich auch Geschmacksache. So ist auch die Art der Beleuchtung Geschmacksache, wobei Ingrid und ich, dezente Beleuchtung, wie eben auf diesem Schiff, mehr Gemütlichkeit zuschreiben.

Neben den Restaurants und mehreren Bars, konnte sich auch das Theater sehen lassen, auch wenn es mit der Sicht- für uns kleineren Personen - nicht einfach war, da die einzelnen Absätze, für uns zu wenig Höhenunterschied ergaben. 


hier gibt es einen  35 sek. Auszug einer der Theater Shows
 
In meinem Blog, geht es weniger um eine Schiffsbeschreibung, sondern darum, wir wir selbst das Schiff mit seiner Route erlebt haben. Für die detaillierte Schiffsbeschreibung bzw. Bildersammlungen, gibt es Fach-Journalisten, die mit ihrer Routine und entsprechendem Aufwand, hilfreiche Informationen liefern können. Für eine gute Beschreibung und beste Bilder, mit tollen Ansichten von diesem Schiff, empfehle ich Cruisetricks   (Franz Neumeier).

Ferner hatte auch Ehefrau Carmen, im Zuge ihrer Teilnahme an einer Gruppenreise im Juli 2019, nützliche Informationen in Carmens Cruise Diary bereit gestellt.


Stars at Sea
Das  Stars at Sea  ein fester Bestandteil dieser Reise war, hatte in unserem Bewusstsein, nicht wirklich eine Rolle gespielt, zumal nur Matthias Reim mit Band und Nico Santos mit Band, im Programm genannt wurden. Aber mit der Programmerweiterung durch die 7 köpfige Band Marquess und Annett Louisan - mit zwei Musikern als Begleitung - wurde plötzlich jeder Abend, ab ca. 21:00 h zu einem besonderen Event, dass uns veranlasste, zumindest mal vorbeizuschauen. Die Veranstaltungen fanden auf dem großzügigen Lido Deck, bei geschlossenem Schiebedach (wegen Regen) statt.
Angekündigt wurden die Stars, vom NDR Moderator und Autor bzw. Co-Autor der Buchreihe Kreuzfahrt Guide und Gründer von Stars at Sea  Uwe Bahn. Stars at Sea ist zudem eine Marke der Cruise Company Hamburg.
Für unser Empfinden, waren zumindest die Bands um Marquess, Nico Santos und Matthias Reim zu laut, im Sinne von teils fehlendem Musikgenuss. Mich erinnerte das Ganze, an die Zeit meiner Hamburger Star Club Besuche, vor mehr als 55 Jahren, nur das dort die Akustik, solche Lautstärken zuließ.
Damit war für uns die Spannung schnell raus, sodass wir uns meistens nach wenigen Stücken wieder verzogen. Der Auftritt von Nico Santos verzögerte sich, sodass unser Stehvermögen, schon mit dem zweiten Stück aufgebraucht war und wir ohne großes Bedauern, die Lärmstätte wieder verließen.
Eine Ausnahme machten wir allerdings bei Annett Louisan. Zum einen war es zumindest deutlich leiser, auch wenn von idealer Übertragung, nicht die Rede sein konnte. Sie hatte aber ihre Zuhörer und Zuschauer doch schnell in den Bann gezogen, in Momenten, bei denen sie mehrmals singend die Bühne verließ und dafür sorgte, dass so ziemlich jeder Zuschauer / Zuhörer, ihr ganz nah sein konnte. Nach meinem persönlichen Gefühl erreichte sie eine Akzeptanz und Beliebtheit, die nicht ausschließlich ihrer musikalischen Richtung zuzuschreiben war. Wir kannten Anett Louisan aus einer Staffel, der von uns geliebten VOX Sendung: "Sing mein Song - das Tauschkonzert".   
   



Die Route    





Di.  13.08.   -    von Kiel nach Kopenhagen

Nach der Einschiffung hatten wir unser Kurzreise-Gepäck schnell ausgepackt und konnten noch zum Essen gehen, bevor um 16:15 h die Seenot Rettungsübungen begann, die direkt an den Lifeboats durchgeführt wurden. Die Rettungswesten unterschieden sich von allen bisherigen und waren etwas umständlich anzulegen. Um 18:00 h kündigte Uwe Bahn auf dem Lido Deck (Veranstaltungs-Deck) die Stars at Sea an. 




Uwe Bahn auf der Bühne, während seiner Ankündigung der Stars at Sea. Der großzügige Poolbereich mit verschließbarem Dach auf Deck 11, war bühnentechnisch für die Auftritte der Stars hergerichtet.

  
Blick auf Laboe

Blick auf den Oasis Pool Deck 10





Ich habe von Marquess ein etwa einminütiges Video eines  Stückes erstellt, das uns von der Musikrichtung, als auch vom Sound her, sehr gut gefallen hatte.

Storebeltsbroen - die Brücke über dem großen Belt
Mi. / Do.   14. - 15.08.   -   Kopenhagen
Wir wussten zuhause schon, dass wir vom Wetter her, nicht viel erwarten konnten. So war uns klar, das wir an keinem der Tage, gutes und beständiges Wetter haben würden. So zögerten wir auch nicht lange und waren stets noch vor 10:00 h vom Schiff runter. Es war unser 3. Kopenhagen Aufenthalt den wir ohne festgelegtes Programm genießen wollten.


 Die Vasco da Gama hat eine sehr schöne Walkaround-Promenade
















Immer wieder ein Blick wert, der Nyhavn






An diesem Abend war Matthias Reim am Start


Do.  15.08.   -   Kopenhagen  bis 20:30 h
Auch an diesem zweiten Tag in Kopenhagen, hatten wir uns kein Programm vorgenommen. Kopenhagen ist aber gut für Radfahrer / Fußgänger ausgeschildert, sodass wir uns darüber teilweise inspirieren ließen. Danach überließen wir zum Teil Google Maps die Führung. 

























Am Abend zeigte dann Nico Santos mit Band sein Können auf der Star at Sea Bühne. So richtig super gefallen konnte es uns nicht, angesichts dessen, was bei uns akustisch am Ohr ankam. Brauchbare Bilder habe ich keine, dafür aber ein kurzes  Video von Nico Santos  



Fr.  16.08.   -   Göteborg   von 08:00  bis  19:30 h 
Göteborg war mit ein Grund für diese Reise, weil wir bisher noch keine Gelegenheit wahrgenommen hatten, diese interessante Stadt zu besuchen. Unser Weg führte uns u. a.  in die Altstadt Haga, dem fast autofreien Viertel, zur Skansen Kronan (alte Festung), Kirchen und mehreren Parkanlagen. Ob wir bei unserem Stadtgang wirklich alles Wesentliche erfasst hatten, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall, beinhaltete dieser Tag die längste Laufstrecke, gemäß Schrittzähler (Tagesleistung) meines Handys: 
Mi.  14.08.  -  20.658 Schritte (Kopenhagen)
Do. 15.08.  -  22.595 Schritte (Kopenhagen)
Fr.  16.08.  -   24.124 Schritte (Göteborg)






































Auf den Auftritt von Annett Louisan, waren wir ziemlich gespannt. In Erwartung einer ganz anderen Musikrichtung, der wir uns normalerweise nicht zuwenden. Aber seit der VOX-Sendung - Sing my Song, das Tauschkonzert (Staffel 2016) - sind wir auf sie, mit ihrer besonderen Art aufmerksam geworden. Auch wenn der Auftritt aus meiner Sicht, akustisch kein Ohrenschmaus war, hatte sie mit ihrem Auftritt das verkörpert, wie wir es eingeschätzt hatten - interessant. Auch wenn ich mit dem Versuch scheiterte, mit dem Handy ein brauchbares Video zu erstellen, greife ich dennoch zu einem der Versuche und teile diesen hier:  Annett Louisan
     



Sa.  17.08.   -   Ausschiffung in Kiel  ab 15:30 h
Der Ausschiffungsterminal, war nicht der Gleiche wie bei der Einschiffung. Die Vasco da Gama legte am Norwegenkai an, der in erster Linie von Colorline genutzt wird. Das war wohl auch der Grund, warum die Vasco da Gama erst gegen 15:00 festmachen konnte. Wir hatten uns darauf eingestellt und für unsere Flixbus Rückfahrt, entsprechende Reserve berücksichtigt. Um 12:00 h sollten die Kabinen geräumt sein. Also alles kein Problem, nach dem Motto, keine Eile nicht. Da wir unser Gepäck selber mitführten, konnten wir kurz nach Freigabe das schiff verlassen und zur Flixbus-Haltestelle gehen. Da muss ich zugeben, dass ich mich von Ingrid berichtigen lassen musste, sind also zunächst falsch gegangen. Erst nach Ansprechen von jungen Leuten, konnten wir hier noch rechtzeitig korrigieren. Ansonsten - alles gut. 

Fazit

Diese Cruise hatten wir - trotz der Kürze - wie eine richtige Reise empfunden, weil wir die vollen Tage in den Häfen, auch gut genutzt hatten. 

Stars at Sea - hier einmal mitzuerleben war zwar interessant, aber wäre auch zukünftig für uns, kein Grund zur Buchung. Im Gegenteil - wir würden solche Reisen meiden, weil damit Unruhe verbunden ist und wir (besonders ich) ohnehin, Veranstaltungen mit einer daraus resultierenden Dichte von Menschen eher meiden würden, auch wenn das auf der Vasco da Gama innerhalb eines erträglichen Rahmen blieb. Rechtzeitiges Eintreffen für schmerzfreies Sitzen, wäre auch hier erforderlich gewesen.

Unseren Tagespreis von ca. 125 € / Person, in der von mir oben beschriebenen Außenkabine - empfanden wir - gemessen an unsere persönlichen Wertvorstellungen, noch OK. Das Stars at Sea mit seiner gebotenen Vielfalt in den 4 Tagen einiges an Kosten verursacht hatte, kann ich nicht berücksichtigen, da es unsere Buchung nicht merklich beeinflusst hatte. Die Kabine hatte uns - wie beschrieben - eher enttäuscht, die öffentlichen Bereiche hatten uns insgesamt aber eher erfreut. 



Das Essen im Restaurant Waterfront Classic, hatten wir an den ersten zwei Tagen als gut bis zufriedenstellend empfunden, die beiden Folgetage, leider nicht mehr. Das Buffet Restaurant empfanden wir als sehr angenehm, das Frühstück - zwar als  Buffet (aber ohne sich selbst bedienen zu können), empfanden wir als gut. Dass man sich als Gast an den Tresen nicht selbst bedienen kann (Speisen werden nach Auswahl am Tresen auf die Teller gelegt), war für uns in diesen wenigen Tagen, kein Beurteilungskriterium. Die Kaffee-Maschinen (Jacobs) lieferten guten Kaffee, die Saftautomaten, wohlschmeckende Säfte.



Die Schiffsgröße der Vasco da Gama erlaubt bereits ein richtiges Theater, dass sich mit seinen 2 Ebenen sich auch wirklich sehen lassen konnte. Die Akustik war gut, den Shows eines großen Schiffes ziemlich ebenbürtig. Die Bauhöhe ermöglichte allerdings keine steile Gästetribühne, sodass man stärker von der Vorreihe abhängig war. Das ist Bau bedingt und lässt sich nicht ändern, ist aber auch nicht tragisch.



Das Schiff hatte eine Hausband ein Duo und einen Sologitaristen als Abendprogramm in den Bars angeboten. Hier war es aber zu unseren Zeiten, überall ziemlich leer, angesichts dessen was auf dem Lidodeck, durch die Stars at Sea geboten wurde. Die Aussichtslounge die am späten Abend zur Disco / Nightclub genutzt wird, hatten wir nur kurz besichtigt und als sehr angenehm eingestuft.


Wir sind bei allen Reedereien und Anbietern gern gesehene Gäste. Trotz mangelnder Englischkenntnisse, sind wir auch mit englischsprachigen Reedereien unterwegs. Bei unseren Entscheidungen spielt die Route eine große Rolle, denn sie sorgt für die gewünschte Vorfreude und Spannung darauf, etwas Neues zu entdecken oder etwas Bekanntes wiedersehen zu können. Vom Schiff erwarten wir neben einen Nerven schonenden, funktionierenden Betrieb, gutes, gepflegtes Essen und dazu, allgemeines Wohlfühlempfinden. Dazu kann ein kleineres Schiff, mit gutem Platz-Passagier-Verhältnis, sehr viel beitragen. Die Vasco da Gama ist genau so ein Schiff, das allerdings noch einigen Nachbesserungen bedarf. 

Unter Berücksichtigung der Preise, wissen wir, dass nicht alles genau nach unseren Wünschen geliefert werden kann. So versuchen wir, mit unseren Erfahrungen jeweils abzuwägen, was zu uns am besten passt. Da kann eine Kurzreise, auf einem bisher unbekannten Schiff wie diesem, durchaus schon eine gewisse Spannung erzeugen.     



24. 08.2019  -  Der Blog ist im Groben fertig gestellt und ist aber nicht frei von Fehlern, die  leider auch immer wieder in der Formatierung auftauchen. Ferner behalte ich mich jede Art von Änderungen, Ergänzungen oder Kürzungen vor.

Sollte ich wider Erwarten bei meinen Fotos und kurzen Videos gegen Rechte verstoßen haben, bitte ich - mir das mitzuteilen, damit ich umgehend reagieren kann.

Rainer Buch  -   rainbu@yahoo.de

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