Sonntag, 9. Juni 2019

UNSERE 25. KREUZFAHRT 2015 - Teil 1
Mit der MSC DIVINA von MIAMI nach LA SPEZIA
vom 26.04. bis 17.05.2015

Kat. B3 / Kabine 12024, Aurora Deck 13


Die   MSC DIVINA  ist nach der  MSC FANTASIA  und der  MSC SPLENDIDA
, das dritte Schiff der 
FANTASIA KLASSE und wurde 2012 in Dienst gestellt.
Sie hat 1.751 Kabinen, die mit max. 3.959 Passagieren belegt werden können.
VERMESSUNG:  BRZ: 139.072          Länge: 333,30 m          Breite: 37,90 mHöhe: 67,50 m        Tiefgang: 8,50 m

Meine Schiffsbeurteilung
Jeder der Ingrid und mich kennt, weiß eigentlich auch, dass wir uns inmitten vieler Menschen, nicht besonders wohlfühlen und wir demzufolge, entsprechende Situationen zu vermeiden versuchen. Daraus resultiert, dass wir Seetage nicht wirklich mögen, da wir an solchen Tagen, nach eher kurzen Aufenthalten in den öffentlichen Bereichen, uns immer wieder auf die Kabine zurück ziehen, um die Nähe zu den vielen Menschen, nicht zu lange aushalten zu müssen. Wenn es von solchen Tagen gleich mehrere hintereinander gibt, fehlt es uns, an für uns geeignete Abwechslung. Insofern ist uns der Komfort der Kabine, mit entsprechend wohnlicher Ausstattung wichtig. Unsere Balkonkabine auf der Divina erfüllte die Voraussetzung dafür, auch wenn wir uns noch gern etwas mehr an Schrankflächen, angesichts der Reiselänge gewünscht hätten.

Über die Außenbereiche kann ich nicht viel sagen, weil wir diese nur selten, z. B. zum Kaffeetrinken oder mal zum Eis essen genutzt hatten. Auf Deck 15 hätte MSC aus meiner Sicht die Chance gehabt, im Heckbereich einen großzügigeren Sitzbereich zu schaffen, bietet aber statt dessen dort, einen weiteren Außenpool mit Liegen (Steuerboard), zusammen mit einem Barbereich, mit eng gestellten Tischen und Stühlen (Backboard) an. Schade, aber es ist halt eben auch Geschmacksache. Mehr enttäuscht war ich allerdings vom Außenbereich auf Deck 7, der oft als Promenade bezeichnet wird. Dieser Bereich bot leider nur wenig freie Sicht auf das Meer, weil die Tender - und Rettungsboote, tief hängend angebracht waren. 

Das Frühstück hatten wir im Buffet-Restaurant eingenommen. Das ist bei uns keineswegs selbstverständlich. Es ist ein Hinweis darauf, dass für uns die Suche nach Plätzen auf dieser Reise, uns zum größten Teil problemlos erschien. Der Gesamteindruck und die Aufteilung fanden wir gut. Die zeitliche Strecke bis 11:00 h, entzerrte die Gästeströme sicherlich. Verständlicher Weise, wurden die Abteilungen zum zeitlichen Ende hin, nacheinander geschlossen. Das Frühstücksangebot war gut, entsprach aber in den meisten Bereichen, den üblichen Standard. Das Mittagessen hatten wir sehr oft ausfallen lassen. Wir waren statt dessen am frühen Nachmittag, öfter im Cafe Piazza del Doge Kaffee trinken, oder Eis essen gegangen.

Mit dem Abendessen waren wir über alles gesehen, mehr als zufrieden, allerdings deshalb, weil wir uns vorzugsweise für Fisch entschieden hatten.

Auch wenn wir keine so großen Fischesser sind, hatte uns die Auswahl und die Art der Zubereitung, sehr gut gefallen, so dass die Wahl, auch wegen der weniger guten bis schlechten Erfahrungen mit Fleischgerichten, meistens auf Fischgerichte fiel. 

Die 1. Sitzung begann um 17:45 h. Unsere Zeit war etwa eine Stunde später (my choice dining). Es hatte sich schnell eingespielt und hatte gut funktioniert. Wir hatten fast immer den gleichen Tisch und die gleichen Plätze. Zunächst am 6er Ovaltisch, später dann an einem der 2 er Tische, mit nachbarlichem Kontakt zu beiden Seiten.




Unsere indonesischen, stets freundlichen und aufmerksamen Kellner hatten ihr Handwerk mit einer Selbstverständlichkeit so professionell erledigt, wie wir es selten angetroffen haben. Ich kann mich weder an irgendwelche Missverständnisse, noch auch nur an den irgendwelche kleinste Fehler erinnern. 

Nach dem Essen besuchten wir gern die Piano (la Luna) Bar, sofern es überhaupt freie Plätze gab. Mit fremden Gästen eng auf einer halbkreisförmigen Bank zu sitzen, war nicht so unser Ding.  Trotzdem empfanden wir diese Bar am gemütlichsten, mit einer Form von Musik, die ganz nach unserem Geschmack (Gesangsduo mit Gitarrenbegleitung) war und teils im Halb-Playback vorgetragen wurde. Natürlich ging auch hin und wieder ein Theater Besuch voraus. Insgesamt sei also festgestellt, dass wir von dem großen Schiff nur wenig, der uns zur Verfügung gestandenen Bereiche genutzt hatten.

Auch wenn allein schon von der Größe seiner Passagierzahl das Schiffs, nicht optimal zu uns passen konnte, müssen wir doch das Gesamtpaket mit viel Leistung, für einen allgemein recht günstigen Preis sehen. Das dieses Preis-Leistungsverhältnis wiederum nur mit großen Schiffen möglich ist, weiß jeder. Aber nicht jedes große Schiff ist deshalb auch so günstig.

So werden uns Reisewünsche, trotz einiger für uns zu machenden Abstriche, sicherlich irgendwann wieder auf ein MSC Schiff bringen, mit möglichst großer Kabine mit Balkon und dem von uns favorisierten "My Choice Dining". Ergänzend muss aber auch dazu noch gesagt werden, dass bei den Transatlantik Fahrten, kaum Familien mit Kindern anzutreffen sind und von daher die Kabinen Belegung selten über 2 Pers. hinaus geht. Auf dieser Fahrt, lag die Belegung deutlich unter diesem Wert von ca. 3.500 Passagieren. Im Mittelmeerraum, insbesondere in Civitavecchia, wurde die Belegung spürbar deutlich höher und das Treiben auf dem Schiff, deutlich geräuschvoller. Darüber müssen wir uns im Klaren sein, wenn mal wieder eine Reise ansteht, die dann auch mehr für Familien interessant scheint. So hat jeder seine persönlichen Vorlieben, auf die natürlich so ein Massenprodukt nicht eingehen kann. So gehört eben alles in die Waagschale. Die Gewichtung der unterschiedlich gemachten Erfahrungen zu den  Möglichkeiten und Leistungen, führt nachvollziehbar, zu unterschiedlichen Bewertungen.
  
Hier einige Bilder von der MSC DIVINA in HD Auflösung 


Da wir im Taxi vom Hotel zum Cruise Port einen Teil unseres Gepäcks mit allen Dokumenten und unserem Bargeld vergessen hatten, mussten wir mit einem anderen Taxi zum Ausgangspunkt (Hotel Aqua) zurück fahren, um das entsprechende Taxi ausfindig machen zu können.
Durch die letztlich, dann zum Glück erfolgreiche Suche nach dem Taxi mit unserem Gepäck, sind wir entgegen unseren Plan, erst um 16:30 am Cruise Port Miami angekommen. Wir waren nach dem Stress, froh an Bord zu sein und verzichteten auf einen Landgang in Richtung Miami Beach. Über das Missgeschick was eigentlich nicht passieren durfte, habe ich erst 2019 geschrieben (Siehe Ergänzungsbericht zu Kreuzfahrt 25)
Routenänderung: Durch den Wegfall des Anlaufs von King's Wharf  (Bermuda) am 02.05.2015 wurde der Aufenthalt in Ponta Delgada verlängert und die Zeit des Anlauf in Lissabon vom Mittag auf den Morgen des 10.05.2015 vorverlegt.
    
Fort Lauderdale
Hier ist der Weg vom Hotel - bis ins Zentrum von Ft Lauderdale - entlang des E Las Olaz Boulevard, von dem aus die Kanäle links und rechts abgingen, mittels Google Maps gekennzeichnet. 



Als wir 1992 unsere Florida Mietwagen Rundreise begonnen hatten, war Ft Lauderdale (by the Seas) unser Ausgangspunkt. Dieser Punkt, "Lauderdale by the Sea" lag etwa 7 km nördlich, von unserem diesjährigen Hotel in der Windarmar Street entfernt. Das habe ich aber erst nach der Reise recherchiert. Auch damals waren wir von den dort befindlichen Kanälen fasziniert. Mit unserem Zielgebiet Ende April 2015, hatten wir die Kanäle fast schon vor der Tür und konnten von hier aus den - E Las Olaz Blvd - entlang gehen, von dem aus die Kanäle links und rechts abgingen. Ferner war dieser Boulevard für uns gleichzeitig eine der Verbindungsstraßen in die Ortsmitte.


Eine Bilderauswahl von Fort Lauderdale in höherer Auflösung


Von dem  Aqua Hotel  waren wir insofern enttäuscht, weil wir entsprechend der Verfügbarkeit, den teuersten Zimmer-Tarif gewählt hatten und dafür ein Appartement im EG, teilweise mit Milchglasfenstern bekommen hatten, die vor Einblicken von außen schützen sollten. Diese sogenannte Suite, die dazu keine Terrasse hatte, war nach unserem Empfinden total überteuert. Keine Frage, dass nach unserer gemachten Erfahrung, das Hotel im Charakter eines Motels, von uns keine Empfehlung erwarten darf.

  
Miami
Durch die beschriebenen Umstände, verzögerte sich das Einchecken auf 17:00 h. Wir  waren zwar froh an Bord zu sein, aber waren infolge der Suche, nach unseren, im unbekannten Taxi liegen gelassenen, dann aber doch noch wieder erhaltenen Sachen, mit den Nerven erstmal total fertig. Nach dem Essen sind wir gleich auf unsere Kabine zurück gekehrt und hatten uns nur noch um das Auspacken gekümmert. So hatten wir schließlich nur das sehen können, was uns die Aussicht von unserem, auf der Steuerbordseite gelegenen  Balkon ermöglichte. Die Seenot Rettungsübung, wurde am Folgetag, für alle - die zeitlich nicht teilnehmen konnten - nachgeholt.

Nach dem Ablegen, hatten wir von unserem Balkon aus, einen schönen Blick auf Fisher Island


New York City  ( Manhattan )

Dank guter Sicht, war das Einlaufen in Manhattan ein tolles Erlebnis. Die Divina legte planmäßig am Pier 90 an. 
Mit der MSC DIVINA auf dem Hudson River  - Blick in südliche Richtung auf Manhatten und Jersey City 
Nordwestlicher Blick vom Top Of The Rock (Rockefeller Center) über den Central Park.

Ponta Delgada / Sao Miguel  ( Azoren )
Durch die Routenänderung (Wegfall von Kings Wharf / Bermuda) hatten wir nun fünf der bei uns ungeliebten Seetage hinter uns. Natürlich waren wir nun froh, endlich mal wieder an Land gehen zu können. Ein Overnight Aufenthalt ist dazu natürlich auch immer etwas Besonderes, für uns allerdings nur ein Trost für den Wegfall von Bermuda.
Leider war auch das Wetter nicht so gut, dass wir einen Ausflug riskieren wollten. So blieben uns nur zwei Spaziergänge im örtlichen Bereich.


Lissabon mit einem Ausflug nach Sintra und Cascais
Auf Lissabon hatten wir uns im Vorwege schon gefreut. Es ist schon sehr angenehm, wenn man einen Anlaufhafen bereits kennen gelernt hat und bereits Vorstellungen hat, wie man dort seine Zeit verbringen könnte. Das Wetter war bereits beim Einlaufen bestens.



Durch die frühe Ankunft, die wir auch dem Wegfall von Bermuda zu verdanken hatten, konnten wir uns zeitlich sogar einen Ausflug erlauben. Dieser 5 stündige Ausflug nach Sintra und Cascais hätte durchaus sinnvoll sein können, wenn hier der Zeitplan angemessen gewesen wäre. Wir möchten auch immer etwas Zeit für uns, um selbst auch noch einiges von eigenem Interesse auskundschaften zu können. Das einzige was wir auskundschaften konnten, war ein Gang zur Toilette. Selbst da war schon Eile geboten. So hatten uns  hier also insgesamt, bei aller Bescheidenheit, mindestens 2 Stunden gefehlt. Somit kann ich diesen Ausflug leider nicht empfehlen.




Nach dem Ausflug ließen wir uns am Handelsplatz aussetzen und starteten zunächst einen Spaziergang. Unsere Absicht, eine Sightseeingtour mit der Straßenbahn (Historical Tram) zu unternehmen zerschlug sich genauso, wie die Nutzungsmöglichkeit, des dort als Attraktion bekannten Lifts.



So hatten wir uns schließlich auf eine ca. 1 stündige Fahrt mit einem Tuk-Tuk-Gefährt (Kosten 45,00 €) eingelassen, was wir nicht bereuen mussten, trotz der Gefahr einer hohen HWS-Belastung, meiner geschädigten Halswirbelsäule. Auf die hohe Belastung der LWS, waren wir allerdings nicht vorbereitet. Nach den ersten, überraschenden Stößen, stemmten wir uns gegen die Rückenlehene, mit dem Versuch, so einiges abfangen zu können. Die rasante Fahrt, hin zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten Lissabons, beinhaltete auch kurze Fotostopps, gemäß unseren Wünschen. Sogar ein kleiner geführter Rundgang, mit einer Portweinprobe war auf dem Programm. Ein schnelles Aus- und wieder Einsteigen, verhalf uns zu einer individuellen umfangreichen Tour, mit Aussichtspunkten, die wir zuvor nicht kannten und fußläuferisch auch nicht erreicht hätten. Danach setzten wir unseren Spaziergang, wieder mit Startpunkt Handelsplatz fort. Schließlich hatten wir mehr Zeit, als wir körperlich verkraften konnten. 
  


Cadiz
Mit herrlichem Sonnenaufgang, ist die Divina in Cadiz eingelaufen und hat nach der 'Mein Schiff 1', auch noch einen sehr guten Liegeplatz bekommen.Nach uns folgte noch die HAL Ryandam und die 'Le Soleal' von Ponant Yacht Cruises. Im Trockendock war dann noch die RCCL 'Allure Of The Seas' zu erkennen. Wir ließen uns dieses Mal sehr viel Zeit, genossen die schönen Parks und Plätze, während wir gleichzeitig den Kopf der Halbinsel umrundeten. Auch den Bereich des 'Castillo San Sebastian' hatten wir nicht ausgelassen. Die Plätze rund um die Kathedrale mit den schmalen Gassen, hoben wir uns bis zum Ende auf, weil es bis dahin auf jeden Fall schon ruhiger war. 





Barcelona
Das Einlaufen in Barcelona war nicht sonderlich spektakulär. Mit der RCCL 'Quantum Of The Seas', der Celebrity 'Reflection' und der 'Caribbean Princess', lagen 4 große Kreuzfahrtschiffe an den Terminals A - D. Die kleine CDF 'Zenith' (Horizon Klasse) lag vorn, im Bereich des South Terminals. In dessen Nähe brachte uns auch der Shuttlebus, der mit 12,90 € / Pers zu Buche schlug. Während für eine mir unbekannte Zahl, hier die Reise ihr Ende fand und für rund 600 Gäste die Fahrt hier erst begann, hatten wir hier einen angenehmen Tag. Der Aufruf für den ersten Shuttlebus, kam pünktlich um 09:00 h. Wir kamen mit dem zweiten Bus mit, der auch schon bereit stand. Es war zwar erst unser 2. Besuch in Barcelona, aber die fußläuferischen Entfernungen, konnten wir durchaus gut einschätzen. So sind wir natürlich auch erstmal die Rambla hoch gegangen, wo uns auf der linken Seite, eine Markthalle auffiel, die wir damals wohl übersehen hatten.



Die von Gaudi erbaute Casa Battlo, war schwierig zu fotografieren. Um auf dieser Site davon etwas zeigen zu können, hatte ich mir den unteren und oberen Teil getrennt vorgenommen.



Für den Weg zur Sagrada Familia, hatte ich - um Umwege zu vermeiden - mein Smartphone, als Navi Gerät zu Hilfe genommen. Von dieser ewigen Baustelle, waren wir etwas enttäuscht. Egal von welcher Seite wir auch versuchten, einen schönen Blick ohne Kräne zu bekommen, es war nicht möglich. So konzentrierte ich mich beim Fotografieren, auf Teilbereiche dieses Bauwerks.




Von hier aus nahmen wir die Metro für zwei Streckenabschnitte, bis zum Placa Espanya. Leider nahmen wir uns nicht die Zeit, um uns die Arenas de Barcelona näher anzuschauen. Dort wo früher Stierkämpfe stattgefunden hatten, ist nach einem Totalumbau das Einkaufszentrum "Centro comercial de Las Arenas" auf 6 Ebenen entstanden.





Wir hatten eine Zehnerkarte (10 Streckenabschnitte) für 9,95 € gekauft, mit der wir je 3 Streckenabschnitte gefahren waren. Je 2 Streckenabschnitte blieben ungenutzt. Solange wir in der Lage sind, Strecken fußläufig bewältigen können, werden wir dieser eher unkomplizierten Form der Erkundung, den Vorzug geben. 


Neapel - Capri
Nach einem Seetag erreichten wir Neapel. Im Jahr 1995 hatten wir uns in Neapel etwas umgesehen, fanden es später dann allerdings spannender, Möglichkeiten für Ausflüge zu nutzen. Nun sollte es nach 20 Jahren noch einmal Mal die Insel Capri werden, die wir in ca. 1 Std. mit einem schnellen Katamaran (19,00 € / Pers) erreichten. Die Rückfahrt musste zeitlich fest gebucht sein. Die Notwendigkeit erkannten wir später sehr deutlich. Obwohl in den späten Nachmittagsstunden größere Schiffe eingesetzt wurden, war unser Schiff, bis auf den letzten Platz belegt. 
Das teils etwas eingetrübte Wetter vermochte Capri sicherlich nicht von der schönsten Seite zu zeigen. Aber auch wenn bei diesen Lichtverhältnissen, der Charme über die Jahre zu verblassen schien, hatten wir einen schönen Tag, voller Kontraste und mit viel Sonnenschein im Herzen.



Civitavecchia - Rom 
Ursprünglich hatten wir vor, uns in Civitavecchia, einen gemütlichen Tag zu machen. Allerdings war die relativ lange Liegezeit durchaus geeignet, Rom erneut zu besuchen. Bei einem Fahrpreis von nur 10,00 € / Pers. im Regionalzug, ist die Verlockung ohnehin stets groß. Nach Fahrt mit dem Shuttlebus und einem Bus zum Bahnhof, saßen wir um 10:15 im Zug und fuhren in ca. 80 Min. bis Rom-Termini.In Rom sind wir es gewohnt, alles fußläufig zu erkunden. So waren uns bereits alle Ziele von vorangegangenen Besuchen bekannt. Von dem beliebten Trevi Brunnen, bekamen wir allerdings nichts zu sehen. Hier mussten wir uns mit einem Blick auf eine große Baustelle begnügen. 
Eigentlich war es schon zu spät, als wir uns noch kurzfristig, für einen Gang zur Engelsburg entschieden. Trotz knapp gewordener Zeit, hatte sich der Weg gelohnt, weil wir diesen Bereich, nur während einer Italien Tour in den 90er Jahren kennengelernt hatten. Damals waren wir dann natürlich auch beim nahe gelegen Petersdom, auf den wir von hier aus, nur einen Blick werfen konnten. Ohnehin blieb uns anschließend ohnhin nichts anderes übrig, als einen Bus zum Bahnhof Termini zu nehmen, weil die Zeit für einen kompletten, fußläufigen Rückweg, zu knapp werden drohte.




Eine Bilderauswahl von der Kreuzfahrtroute von Miami bis La Spezia Bilder von Schiffsbegegnungen auf dieser Route

La Spezia - Pisa

Nach Civitavecchia, ist die Passagierzahl noch einmal spürbar nach oben gegangen. Nun waren wir es, die das Schiff verlassen mussten. Die Ausschiffung war für uns etwas kompliziert geworden, weil wir wohl etwas außerplanmäßig, bereits vor 09:00 h von Bord gegangen waren und wir bei unserer Koffersuche, von daher wohl nicht beachtet wurden. Denn dort wo wir suchten, waren nur die Koffer, die an Bord gebracht werden sollten - während unsere, einige 100 m außerhalb des Liegeplatzes untergestellt waren. Dafür stand ein Bus bereit, was wir dann irgendwann, durch gezieltes Fragen, heraus fanden. Als dann auch das erledigt war, nahmen wir ein Taxi, zu den relativ nahe gelegenen Bahnhof. Für diese kurze Fahrt, wurden dann mal so eben 20 € fällig. Völlig überhöht wie ich meine, aber ich hatte vorher leichtsinniger Weise, nicht gefragt. Die anschließende Bahnfahrt von La Spezia nach Pisa, dauerte etwa 75 Minuten mit dem Regionalzug. 
Das Hotel Bologna war von der Lage her ein Kompromiss, mit Berücksichtigung der Entfernungen, sowohl zum Bahnhof, als eben auch zum Arno, mit Übergang zur Altstadt. Trotzdem wollten wir - schon aufgrund der Hitze die uns hier überraschte, mit dem Taxi zum Hotel fahren. Dieses Mal fragte ich vorher und winkte gleich wieder ab, weil mir der Preis wieder unangemessen hoch erschien. Aber vielleicht lag es auch daran, dass - wegen der Einbahnstraßen, der Weg länger war, als ich angenommen hatte. So machten wir uns fußläufig auf den Weg und waren dann halt erst 30 Minuten später am Hotel. Uns war klar, dass wir deutlich vor der Eincheckzeit eingetroffen waren, konnten aber unsere Koffer in einem Raum abstellen, bevor wir uns dann auf den Weg machten. 


   La Spezia
 
Auf dieser Seite des Arnos, liegt das Hotel Bologno, in einer von der Uferstraße abgehenden engen Einbahnstraße. Wir hatten das Hotel auch aufgrund vieler guter Bewertungen gebucht und wurden nicht enttäuscht.



Am Abend machten wir einen zweiten Spaziergang und genossen den schönen Sonnenuntergang, der uns allerdings dazu verführte, einen anderen Rückweg einzuschlagen. Leider verloren wir in der aufkommenden Dunkelheit die Orientierung, sodass wir uns total verfranst hatten. Dieser Umweg im Zickzack Kurs, kostete uns ungefähre und unglaubliche 2,5 Stunden.

 
Am nächsten Morgen, erwartete uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Auch wenn das Zimmer von der Lage her, nun wirklich nicht zu überzeugen vermochte, waren wir insgesamt, bezogen auf eine Übernachtung, aber trotzdem sehr zufrieden. Es war zwar nicht groß. aber hatte ein tolles Bad, wo so mancher zuhause, nur von träumen kann. Einen weiteren Pluspunkt bei uns verdiente sich das Hotel, mit dem Shuttleservice zum Flughafen. Bei 5,00 € / Pers. war das höchst erfreulich. Sparten wir uns dadurch doch den gefürchteten Preisärger mit den Taxifahrern. Unser EasyJet Flug brachte uns Kostengünstig nach Hamburg zurück.

Hier eine kleine Bilderauswahl von Pisa in HD Auflösung

Mein Fazit 
Mit der Entscheidung, nur 2 Nächte in Ft Lauderdale zu verbringen, sind wir unserer Linie, nur dann weite Flüge in Kauf zu nehmen, wenn dann dort auch ein entsprechender Anteil an Zeit und Zielen damit verbunden ist, untreu geworden. Diese Entscheidung war dem Umstand geschuldet, dass wir die Kosten für den Flug nach Miami, bzw. Ft. Lauderdale preiswert halten wollten. Ferner mussten wir erkennen, dass die Hotelpreise in dieser Zeit, recht hoch waren. Um den relativ günstigen Kreuzfahrtpreis, nicht durch hohe Kosten für Flüge und Hotelaufenthalte, auf eine unverhältnismäßige Höhe zu treiben, hatten wir uns dann für diesen Kompromiss entschieden. 
Das Hotel in Ft Lauderdale war ein Fehlgriff. Es wurde im Netz überbewertet und war aus meiner Sicht, viel zu teuer. Die Lage war einerseits sehr gut, erforderte allerdings auch hohe Fahrtkosten zum Hotel, vielmehr aber noch zum Cruise Port Miami. 

Durch den Ausfall von Kings Wharf / Bermuda, hatten wir noch mehr Seetage am Stück, die wir eigentlich zu vermeiden versuchen. Ein Grund mehr, die Entscheidung für diese Route, im Nachherein in Frage zu stellen. Die Route ab Ponta Delgada, war dann wiederum ganz nach unserem Geschmack. Gutes Wetter und interessante Anlaufhäfen (auch wenn wir fast alle kannten), mit meistens langen Liegezeiten, ließen bei uns jede Menge Freude aufkommen. 

Auch wenn wir nur wenig von den Möglichkeiten eines großen Schiffes genutzt hatten, waren wir insgesamt, voll zufrieden. Einen sicherlich nicht unerheblichen Anteil daran hatte die gebuchte Kategorie, in der My Choice Dining und das Allegrissimo Getränkepaket inkludiert war. Von weiteren inkludierten Extras, hatten wir kein Gebrauch gemacht.

Die Weiterfahrt von La Spezia war wegen des Fluges nicht nur notwendig, sondern auch lohnenswert. Durch die planmäßige frühe Ankunft, hatten wir praktisch einen ganzen Tag dort zur Verfügung, ohne, dass die Kosten - wie in Ft Lauderdale - uns unverhältnismäßig erschienen. So kann ich hier guten Gewissens, auch eine Empfehlung für das Hotel Bologna in Pisa hinterlassen.  

Link zum Ergänzungsbericht


Bericht bearbeitet am 24.03.2019
 / 13.06.2019
© Text und alle Fotos:  Rainer Buch, Hamburg


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